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Sensibler Umgang mit intimen Fotos oder Chats (sog. Sexting) in der digitalen Welt ist enorm wichtig. Das Bewusstsein hierfür ist in den letzten Jahren gestiegen. Es kommt aber immer noch regelmäßig zu Situationen, in denen sich Betroffene damit konfrontiert sehen, dass private Nacktfotos und kompromitierende Videos plötzlich in unbefugte Hände gelangen oder gar im Internet veröffentlicht werden (sog. Revenge porn). Wie schnell und unerwartet ein solcher Albtraum wahr werden kann, hat sich nun wieder in einem Fall aus den USA gezeigt.

Dort hatte eine Frau ihr defektes Smartphone in einen Store ihres Mobilfunkanbieters gebracht. Nichts Böses ahnend händigte sie ihr Handy einem Mitarbeiter aus, der es zu Reparaturzwecken vorübergehend einbehielt. Nach der Rückgabe des mittlerweile reparierten Gerätes wurde die Kundin jedoch stutzig: Ihre mit dem Smartphone verknüpfte Smartwatch zeigte ihr einen Chatverlauf an, den sie auf dem Gerät selbst nicht finden konnte. Offensichtlich war er dort gelöscht worden. Wie die Kundin anhand des auf der Smartwatch noch abrufbaren Chats entsetzt feststellte, hatte der Techniker auf ihrem Handy offenbar gezielt nach intimen Fotos gesucht, wurde fündig und schickte die Fotos daraufhin in einem Chat an sich selbst.

Die Frau ging sofort zur Polizei und berichtete von dem Vorfall. Da der Chatverlauf auf der Smartwatch noch nachvollziehbar war, konnten die Behörden sofort tätig werden und den Mitarbeiter verhaften.

Die Tatsache, dass die Kundin ihr Smartphone mit ihrer Smartwatch verknüpft hatte, mag ein im speziellen Fall glücklicher Umstand gewesen sein, ohne den sie den Vorfall vermutlich nie bemerkt hätte. Richtig war aber in jedem Fall die prompte Reaktion der Frau, die keineswegs selbstverständlich ist. Viele Betroffene solcher Taten trauen sich aus Scham und Angst oft nicht, die Initiative zu ergreifen. Das ist nicht nur deshalb besonders tragisch, weil der Täter von genau dieser Sorge auch noch profitiert, sondern vor allem deshalb, weil schnelles und konsequentes Handeln beim Verlust intimer Dateien ganz entscheidend ist, um den drohenden Schaden abzuwenden oder zumindest so klein wie möglich zu halten.

Die Opfer sind keineswegs machtlos. Es gibt eine ganze Reihe an Maßnahmen und Handlungsschritten, die sofort ergriffen werden können und sollten. Auf den Beistand eines speziell qualifizierten Rechtsanwalts sollte dabei jedoch mit Blick auf die möglichen Folgen eines solchen Datenverlustes nicht verzichtet werden. Er ist zu absoluter Diskretion verpflichtet.

In unserem „Erste Hilfe Kit“ gegen die unbefugte Verbreitung intimer Inhalte haben wir für Sie eine Übersicht zusammengestellt, die Ihnen wichtige Tipps zur richtigen Vorgehensweise an die Hand gibt.
 

Im Ernstfall und bei weiteren Fragen zum Thema steht Ihnen Rechtsanwalt Dr. Dennis Groh, LL.M., jederzeit zur Verfügung. Dr. Groh ist Experte auf dem Gebiet des Geistigen Eigentums, zu dem auch die hier angesprochenen Fälle von Revenge porn, Sexting und Datenklau gehören und vertritt regelmäßig erfolgreich die Interessen hiervon Betroffener.

Dr. Dennis Groh, LL.M.

Fachanwalt für Gewerblichen Rechtsschutz
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